Blick in die Daueraustellung: Mensch in Fahrt - unterwegs mit Auto und Co.

Mensch in Fahrt – Unterwegs mit Auto und Co., Foto: SDTB/C. Kirchner

Mehr als zwei Jahrzehnte mussten die automobilen Schätze des Deutschen Technikmuseums Berlin ausharren, bis sie in der Dauerausstellung „Mensch in Fahrt – Unterwegs mit Auto & Co.“ ein neues Zuhause gefunden haben. Bis dahin lagerte die Sammlung „Straßenverkehr“, eine der umfangreichsten Bestände des Museum, im hauseigenen Depot. Seit Mai 2011 sind nun ausgewählte Objekte aus dem reichhaltigen Fundus des Technikmuseums in den sanierten Ladehallen des Anhalter Güterbahnhofs zu sehen.

Auf 1400 m² präsentieren die Kuratoren einen Abriss der Geschichte der Mobilität: vom Droschkenpferd bis zum elektrischen Hansa-Lloyd-Lastwagen sowie Massenautos, Luxuswagen und Motorräder. Schmuckstücke der Ausstellung sind  beispielsweise ein Nachbau des Benz-Patentmotorwagens von 1886, der „Daimler Reitwagen“, das Ur-Motorrad von 1885, ein Ford T-Modell Bj. 1917, ein Brezel-Käfer Bj. 1951 und Preziosen wie ein NAG-Protos von 1931 aus Berlin.

Flugzeug mit gestutzten Fluegeln, Hans Grade (1879-1946), Pionier des deutschen Motorflugs,  1924 meistgebauter deutscher Kleinwagen, 16 PS, Hubraum 808 ccm, 75 km/h, Zweizylinder-Zweitaktreihenmotor, Verbrauch 8 l/100 km, Besonderheit Kettenantrieb, Viergang-Reibradgetriebe, Lenkung Stahlseil und Kette, Fahrwerk selbsttragende Stahlblechwanne

Grade-Wagen von 1922, Hans Grade (1879-1946), Pionier des deutschen Motorflugs,
1924 meistgebauter deutscher Kleinwagen, 16 PS, Hubraum 808 ccm, 75 km/h, Zweizylinder-Zweitaktreihenmotor, Verbrauch 8 l/100 km, Besonderheit Kettenantrieb, Viergang-Reibradgetriebe, Lenkung Stahlseil und Kette, Fahrwerk selbsttragende Stahlblechwanne, Foto: SDTB/Volker Kreidler

Alles ist museumspädagogisch unterhaltsam aufbereitet. So laden „Höhlen“ unter den Ausstellungspodesten Kinder von 3 bis 10 Jahren zum Entdecken, Stöbern und Spielen ein. Älteren Kindern werden Ausstellungsthemen in kleinen Comics nähergebracht. Eine Fülle von Kleinobjekten und multimedialen Angeboten ergänzen die Ausstellung mit Randnotizen zur Automobilgeschichte.

Das wohl exotischste Exponat des Museums ist jedoch nicht in der Dauerausstellung zur Automobilgeschichte zu finden. Der Rumpler-Tropfenwagen Bj. 1921, einer der letzten beiden Überlebenden seiner Art, steht in den Ausstellungsflächen zur Luftfahrt. Wer also den Weg ins Deutsche Technikmuseum Berlin gefunden hat, sollte sich gleich einen ganzen Tag Zeit nehmen, um sich auch den Rest des Museums anzusehen.

Ford Berliner, Designstudie, mit Elektromotor geplant

Ford Berliner, Designstudie, mit Elektromotor geplant. Foto: SDTB/Volker Kreidler

Tipp: Besonders bietet sich ein Besuch im September an. An den Sonntagen im September öffnet das Museum sein Depot für Kommunalverkehr von 10 bis 18 Uhr in der Monumentenstrasse 15 in Berlin-Kreuzberg. Präsentiert wird eine einzigartige Sammlung zu 150 Jahren Öffentlicher Nahverkehr. Zu erreichen ist das Depot wahlweise mit der Museumsbahn oder einem historischen Omnibus-Shuttle. Der Eintritt und die Fahrt in der Museumsbahn sind frei. Die Fahrt im Traditionsbus kostet 2 EUR, ermäßigt 1 EUR.

Blick in die Daueraustellung: Mensch in Fahrt - unterwegs mit Auto und Co.

Mensch in Fahrt – Unterwegs mit Auto und Co., Foto: SDTB/C. Kirchner

 

Deutsches Technikmuseum Berlin, Trebbiner Straße 9 in 10963 Berlin-Kreuzberg, Telefon: 030 / 90 254-0, Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9:00 bis 17:30 Uhr, Samstag und Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr. An Feiertagen gelten gesonderte Öffnungszeiten. Eintritt 8 EUR, ermäßigt 4 EUR. Mini-Familienkarte (1 Erwachsener und 2 Kinder unter 14 Jahre) 9 EUR, Maxi-Familienkarte (2 Erwachsene und 3 Kinder unter 14 Jahre) 17 EUR.

 

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Written by Chromzeugen